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13.07.2018           Bewertung der privaten Nutzung eines importierten Firmen-PKW

Immer wieder taucht die Frage auf, welcher Wert für die private Nutzung eines aus dem Ausland importierten PKWs anzusetzten ist.

Exisitiert für das Fahrzeug kein inländischer Bruttolistenpreis und ist das Fahrzeug auch nicht mit einem baugleichen oder typengleichen Modell vergleichbar, für das es einen Bruttolistenpreis gibt, dann ist der Bruttolistenpreis zu schätzen. 

Der ausländische Listenpreis darf jedenfalls nicht herangezogen werden

(Bekanntmachung BFH vom 07.03.2018)


25.05.2018       Beitragszuschuss zur Landwirtschaftlichen Alterskasse - nicht vergessen!

Die Mitglieder der Alterskasse (LAK) können auf Antrag einen Zuschuss zu ihrem Beitrag erhalten. Im Jahr 2018 beträgt dieser höchstens 131 € / Monat. Der Zuschuss ist abhängig vom Gesamteinkommen des Landwirtes und seines Ehepartners und ist durch Einkommensteuerbescheid nachzuweisen. Dabei liegt die Einkommensgrenze für Alleinstehende bei 15.500 € /Jahr und für Eheleute bei 31.000 € /Jahr.

Antragsformulare und nähere Erläuterungen sind unter nachfolgender Internetadresse zu finden..

http://www.svlfg.de/50-vmb/vmb04/vmb0402/index.html


 

18.04.2018                Verdienstgrenze im Minijob 450 €/Monat bzw. 5.400 €/Jahr

Was bei Überschreitung dieser Grenze zu beachten ist wird im unten beannten Artikel an Beispielen erläutert.

https://www.haufe.de/steuern/kanzlei_co/Ueberschreiten-der-Minijob-Grenze_170_445820.html?ecmId=25522&ecmUid=3150932&chorid=00511434&newsletter=news%252FPortal-Newsletter%252FSteuern%252F53%252F00511434%252F2018-03-15%252FTop-News-Ueberschreiten-der-Minijob-Grenze

 

Eine Zusammenfassung der Steuerlichen Änderungen ab 2018 von A bis Z finden Sie unter dem nachfolgenden Link:

https://www.haufe.de/steuern/gesetzgebung-politik/steueraenderungen-2018_168_430498.html?ecmId=24962&ecmUid=3150932&chorid=00511434&newsletter=news%2FPortal-Newsletter%2FSteuern%2F53%2F00511434%2F2017-12-12%2F


 15.03.2018                                       Neue GWG Grenze ab 2018

Selbständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens deren Anschaffungskosten 800 € (netto) nicht übersteigen, können ab 2018 sofort vollständig abgeschrieben werden. Damit erreicht man bereits im Jahr der Anschaffung einen 100 % Betriebsausgabenabzug. Das gilt für nach dem 31.12.2017 angeschaftte Wirtschaftsgüter. Bis 31.12.2017 galt als Wertgrenze 410 € netto


17.02.2018           

                                     Steuerklassenwechsel - wie mach ich das?

                             Nachfolgend finden Sie die notwendigen Formulare, mit denen Sie 

 

1. vom Finanzamt erfahren können, welche elektronischen Daten für den Lohnsteuerabzug für Sie beim Finanz-   amt hinterlegt sind Antrag Lohnsteuerabzugsmerkmale  Diesen Antrag können Sie auch für die Änderung ihrer Lohnsteuerklassen verwenden.

2. ihre hinterlegen Daten (falls diese fehlerhaft sind )korrigieren können

     Antrag Korrektur Lohnsteuerklassen

3. Steuerermäßigungsbeträge beantragen können Antrag Lohnsteuerermäßigung 2018


17.10.2017

Gerichtsurteil stoppt Beitragspflicht für Kleinunternehmen im Baugewerbe

Im geänderten Tarifvertrag über das Sozialkassenverfahren im Baugewerbe vom 03.05.2013 wurde geregelt, dass im Baugewerbe tätige Kleinunternehmer ohne gewerbliche Arbeitnehmer ( Soloselbständige) einen Mindestbeitrag zum Berufsbildungsverfahren zahlen müssen. Dieser betrug unabhängig vom Umsatz und Gewinn des Unternehmers pauschal 900 € / Jahr.

Mit Urteil vom 01.08.2017 (Az. 9 AZB 45/17) hat das Bundesarbeitsgericht der Erhebung von Mindestbeiträgen zum Berufsausbildungsverfahren Grenzen gesetzt.

Kernausage: Soloselbständige ohne Angestellte gelten demnach nicht als Arbeitgeber und brauchen keinen Beitrag für Berufsbildung zahlen.


04.10.2017

Steuerfreie Fahrtkostenerstattungen an den Arbeitnehmer

 

Oft erstatten Arbeitgeber ihren Mitarbeitern die Fahrtkosten für beruflich veranlasste Auswärtstätigkeiten steuerfrei. Im Urteil des Finanzgerichtes Sachsen vom 24.05.2017 (2 K 1082/14) wurde nochmals auf die strenge Einhaltung der Nachweispflicht aufmerksam gemacht.

 

Die steuerfreie Erstattung der Fahrtkosten kann nur erfolgen, wenn ein Einzelnachweis (Reisekostenabrechnung) in Bezug auf Reisedauer, Reiseweg und Höhe des entstandenen Kilomtergeldes vorliegt.

Ermittelt der Arbeitgeber auf eigene Faust die Kosten mit Hilfe eines Routenplaners, geht die Steuerfreiheit verloren.


19.06.2017

Erhöhung der Wertgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter 

         ab Anschaffung 01.01.2018

     Auch wenn sie eine mehrjährige Nutzungsdauer haben ,können Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Nettoanschaffungspreis von bis zu 410 € sofort im Jahr ihrer Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben werden.

             Ab 01.01.2018 wird die Wertgrenze von 410 € auf 800 € erhöht.


12.06.2017

Checkliste zur Gründung einer GmbH

Wer sich mit dem Gedanken trägt eine GmbH zu gründen, sollte sich Rat und Informationen von seinem Steuerberater und seinem Notar einholen bevor die formellen Gründungsschritte eingeleitet werden.

Im Einzelnen sind folgende Schritte notwendig:

1. Aufstellung eines Gesellschaftervetrages durch den Notar und dessen Beurkundung

2. Nachweis / Bankauszug über das Stammkapital

3. Gewerbeanmeldumg beim zuständigen Gewebeamt ( richtet sich nach dem Sitz der GmbH)

4. Ausfüllen des steuerlichen Erfassungsbogen und Beratung dazu durch Steuerberater

( erst dann kann eine Steuernummer vom Finanzamt erteilt werden)

5. Aufstellen der Eröffnungsbilanz durch Steuerberater

6. Aufstellung des Anstellungsvertrages für den Geschäftsführer

7. Information an die Berufsgenossenschaft und die IHK oder Handwerkskammer (erfolgt im Regelfall automatisch durch das Gewerbeamt )

8. Beantragung einer Betriebsnummer bei Bundesagentur für Arbeit


März 2017
Reisekosten und Reisekostenvergütungen bei betrieblich
und beruflich veranlassten Auslandsreisen ab 01.01.2017  

Unter nachfolgenden Link finden Sie das gültige BMF Schreiben einschl. einer Übersicht über die Pauschbeträge für Verpflegung und Übernachtung im Ausland.

 

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Lohnsteuer/2016-12-14-steuerliche-behandlung-reisekosten-reisekostenverguetungen-2017.pdf;jsessionid=7CC95018729CDB795A515ABCA2B296CF?__blob=publicationFile&v=3


                                    

27.02.2017 

       Erste Gerichtsurteile zum neuen Reisekostenrecht ab 2014

Das Finanzgericht Nürnberg hat mit Urteil vom 13.05.2016 (4 K 1536/15) eine Entscheidung zur ersten Tätigkeitsstätte getroffen.

Der Kläger suchte als Vorarbeiter 1 x pro Woche den Betrieb seines Arbeitgebers auf, um seinen Firmenwagen zu beladen bzw. Stundenzettel abzugeben. Anschließend fuhr er auf die jeweiligen Baustellen. An den verbleibenden 4 Tagen in der Woche fuhr er direkt von zu Hause aus auf die Baustellen. Der Bescheinigung seines Arbeitgebers nach war er keiner Arbeitsstätte zugeordnet.

Strittig war, ob die Aufwendungen für 47 Fahrten von der Wohnung zum 220 km entfernten Betrieb als Werbungskosten zu berücksichtigen sind.

1. als Entfernungspauschale mit 3.102 € (47 Fahrten x 220 km einfache Entfernung x 0,30 €) oder

2. als Reisekostenvergütung mit 6.204 € (47 Fahrten x x440 km gefahrene Kilometer x 0,30 €)

Das Finanzgericht Nürnberg hat die Fahrtkosten nach Reisekostenrecht i.H.v. 6.204 € anerkannt, weil keine erste Tätigkeitsstätte und auch kein sog. Arbeitgebersammelpunkt vorlag.


14.02.2017

Finanzbehörde plant Einführung von Kassennachschau

Die Kassennachschau erfolgt unangekündigt und stellt ein besonderes Verfahren zur zeitnahen Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Kassenaufzeichnungen dar.

Es werden elektronische Kassen und offene Ladenkassen geprüft.

Die Nachschau kann in den üblichen Geschäfts- und Arbeitszeiten erfolgen.

Für den Steuerpflichtigen besteht Mitwirkungspflicht.

Die erstmalige Anwendung ist ab 2019 geplant.


07.02.2017

   Verschärfte Umsetzung und Kontrolle der Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung bei Laden-u. Geschäftskassen ab 01.01.2017 

Elektronische Registrierkasse oder offene Ladenkasse ? 
Sind Sie vorbereitet, wenn das Finanzamt bei Ihnen klingelt ? 

 Wir beraten Sie gern zum Thema prüfsicheres Führen einer Kasse


weitere Elektronisierung der Berufsgenossenschaften ab 2017

Ab Dezember 2016 starten die Berufsgenossenschaften  ihren elektronischen Stammdatendienst und die elektronischen Lohnnachweise. Der papierbehaftete Übergangszeitraum ist damit ab 01.01.2017 beendet.

Ab November 2016 verschicken die Berufsgenossenschaften an ihre Mitgliedsunternehmen per Post neue Mitglieds-Idendifikationsnummern und die dazugehörige PIN.

Bitte übergeben Sie diese unbedingt ihrer Lohnabrechnungsstelle, da sonst die Lohn- und Gehaltsabrechnung für Dezember 2016 nicht erfolgen kann.


Elektronisches Lohnsteuerabzugsverfahren - ELStAM (Teil 2) 24.11.16

Bei Änderung des Familienstandes durch Eheschließung, Scheidung oder Tod übermittelt die Meldebehörde automatisch diese Änderung an das zuständige Finanzamt.

Bei Eheschließung erhalten die beiden Ehegatten automatisch die Steuerklasse iV zugeteilt.

Bei Scheidung wird zu Beginn des daurauffolgenden Kalenderjahres automatisch die Steuerklasse I beiden zugeteilt.

Bei Trennung haben beide Partner dies dem Finanzamt schriftlich und unverzüglich mitzuteilen. Daraufhin erhalten die beiden Personen ab dem darauffolgenden Jahr automatisch die Steuerklasse I zugeteilt.

Verstirbt ein Ehegatte wird ab dem auf den Sterbetag folgenden Monat für den überlebenden Ehegatten die Steuerklasse III automatisch vergeben.

Ab Beginn des 2. Kalenderjahres nach dem Tod des Ehegatten wird automatisch die Steuerklasse I gebildet.

Elektronisches Lohnsteuerabzugsverfahren - ELStAM (Teil 1)  10.10.16

Das soganannte ELStAM Verfahren wird nun schon einige Zeit angewendet und ersetzt u.a.die Eintragungen auf der herkömmlichen Lohnsteuerkarte. Dies sind:

  • die Steuerklasse
  • die Zahl der Kinderfreibeträge
  • andere Freibeträge und Hinzurechnungsbeträge
  • Höhe der Beiträge für die private Krankenversicherung , wenn der AN dies beantragt
  • Mitteilung, dass der von einem Arbeitgeber gezahlte Arbeitslohn zur Vermeidung der Doppelbesteuerung von der Lohnsteuer frei zustellen ist, wenn der AN dies beantragt
  • der Faktor, beim Faktorverfahren

 

Zur Bildung der ELStAM stehen 2 Möglichkeiten zur Verfügung.

1. Der Regelfall in der Praxis ist, dass zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses die Anmeldung des AN durch seinen AG bei der Finanzverwaltung erfolgt. Dadurch kann der AG die relevanten Daten für seinen AN abrufen.

 

2. Sind bisher noch keine elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale für den AN gebildet worden oder die gebildeten sind falsch oder es sind zwischenzeitlich Änderungen (z.B in der Lohnsteuerklasse) eingetreten, dann kann dies durch Antrag des AN beim Finanzamt herbei geführt bzw. geändert werden.

 

Für die Richtigstellung falscher Angaben ist nachfolgendes Formular zu verwenden:

http://www.elstam-info.de/formulare/Antrag_Korrektur_Elstam.pdf

Für Änderungen z.B. bei Lohnsteuerklassenwechsel ist nachfolgendes Formular zu verwenden:

Antrag Lohnsteuerermäßigung 2016


Zweites Bürokratieentlastungsgesetz-Kabinettsbeschluss v. 3.8.16

Die Bundesregierung bereitet weitere Entlastungen für die private Wirtschaft vor. Der o.b. Kabinettsbeschluss sieht folgende Regelungen vor:

1. Verkürzung der steuerlichen Aufbewahrungspflicht für Lieferscheine

- bei empfangenen Lieferscheinen endet die Aufbewahrungspflicht mit Erhalt der

Rechnung

- bei abgesandten Lieferscheinen endet die Aufbewahrungspflicht mit Versand

der Rechnung

Dabei wird unterstellt, dass die Lieferscheine keine Buchungsgrundlage

darstellen.

2. Anhebung der Grenze zur vierteljährlichen Abgabe der Lohnsteueranmeldungen

bisher: 4.000 € Lohnsteuer neu: 5.000 € Lohnsteuer

3. Anhebung der Pauschalisierungsgrenzen für Rechnungen über Kleinbeträge

von 150 € auf 200 €

4. Bei der Fälligkeitsregelung für die Beiträge zur Sozialversicherung ist folgendes

vorgesehen: Statt der aufwendigen Schätzung der Beiträge für den laufenden

Monat können auch die tatsächlichen Beiträge des Vormonats gezahlt werden.


  Zugang zur Investitionsförderung wird in Sachsen vereinfacht.

Die GA - Förderrrichtlinie zur "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" wurde überarbeitet. Demnach können auch Investitionen zukünftig gefördert werden, die nicht zwingend mit der Schaffung neuer Dauerarbeitsplätze verbunden sind. Neue Förderkriterien orientieren sich an der Innovation, der Digitalisierung und des Exportes.Die Sächsische Aufbaubank führt im September Informations-veranstaltungen in Dresden, Großenhain, Bautzen und Görlitz durch.

Näheres unter: www.dresden.ihk.de docID:D67506


Für Minijobs gelten im Arbeitsrecht besondere Regeln.

1. Es muss ein schriftlicher Nachweis über die vereinbarten wesentlichen Arbeitsbedinungen vorliegen, ideal wäre ein Arbeitsvertrag

2. Der zur Zeit gülitge Mindestlohn von 8,50 € muss gezahlt werden

3. Es besteht Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Arbeitet der Minijober nicht an allen Wochentagen,. muss der Urlaub auf die vereinbarten Arbeitstage anteilg umgerechnet werden.

4. Im Fall einer Erkrankung gilt die Entgeldfortzahlung für eine Dauer von 6 Wochen. Die Entgeldfortzahlung erstreckt sich auf die Tage, an denen der Minijober zur Arbeit verpflichtet gewesen wäre.

5. Bei Erkrankung eines Kindes des Minijobers besteht Anspruch auf bezahlte Freistellung, sofern dies vereinbart wurde. Ansonsten ist der Minijober unbezahlt freizustellen und erhält von seiner Kankenkasse Krankengeld für die Pflege des erkrankten Kindes.

6. Bei Beschäftigungsverbot i.Z.m. Schwangerschaft ist der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zu gewähren


Ist eine Rückkehr in die gesetzl. Krankenversicherung möglich? (1-3)

Arbeitnehmer, die ein regelmäßiges Jahresarbeitsentglet von mehr als 56.250 €

(für 2016) haben können wählen, ob sie ihre bisher bestehende gesetzliche Krankenversicherung freiwillg beibehalten. Oder ob sie zu einer prvaten Krankenversicherung wechseln. Hat sich der Arbeitnehmer für eine private KV entschieden, dann ist eine Rückkehr zu einer gesetzlichen Krankenkasse nur möglich:

1. wenn sich das Arbeitsentgelt vermindert unf somit weniger als 56.250 € / Jahr beträgt

2. das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt des Arbeitnehmers die zu Beginn des neuen Kalenderjahres geltende (erhöhte) Jahresentgeltgrenze nicht überschreitet

 

Für die versicherungsrechtliche Beurteilung ist das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt massgebend. Bei vorübergehender Unterschreitung der Jahresentgeltgrenze tritt keine Versicherungspflicht ein. Bei in Anspruchnahme von Elternzeit, oder Beschäftigung mit reduzierter Stundenzahlt, Kurzarbeit und ähnlichem stellt sich die Frage, ob dies vorübergehend ist.

Für die Entscheidung über die Krankenvesicherungspflicht ist die gesetzliche Krankenkasse zuständig, die unbedingt in solchen Fällen kontaktiert werden soll.

 

Wenn der Arbeitsnehmer zum Eintritt der Versicherungspflicht bereits 55 Jahre alt ist, ist eine Rückkehr in die gesetzliche KV ausgeschlossen, wenn

1. der Arbeitnehmer in den letzten 5 Jahren keine Versicherung in der gesetzlichen KV hatte

2. der Arbeitnehmer mindestens in der Hälfte dieses Zeitraumes

  • krankenversicherungsfrei (z.B. als Beamter) oder
  • von der Krankenversicherungspflicht befreit oder
  • hauptberuflich selbstständig erwerbstätig ist

Diese Unterlagen können Unternehmer im Jahr 2016 entsorgen

Buchhaltungsunterlagen, Inventuren, Jahresabschlüsse und sonstige zu führende Bücher müssen 10 Jahre lang aufbewahrt werden. Auch digitale Aufzeichnungen müssen für 10 Jahre auf einem Speichermedium lagern. Geschäftsbriefe brauchen nur 6 Jahre lang aufbewahrt werden. Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Schluß des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung in das Geschäftsbuch gemacht oder in dem die Bilanz aufgestellt wurde.

In 2016 können deswegen Unterlagen vernichtet werden, deren letzte Eintragung im Jahr 2005 oder früher erfolgte.


Wir warnen vor dubiosen Anfragen !

Vermehr erreichen uns Informationen, wonach Unternehmer zu Eintragungen in das zentrale Gewerberegister oder Eintragungen in Gewerbe-Meldung.de aufgefordert werden. Dabei handelt es sich um Dienstleistungen dubioser Anbieter, welche erhebliche Gebühren verlangen und auch versuchen, diese Gebühren gerichtlich einzutreiben


2 jährige Gültigkeit für Freibeträge bei Lohnsteuerermäßigung (früher Freibeträge auf Lohnsteuerkarte)

Arbeitnehmer können den Antrag auf Bildung eines Freibetrages im Lohnsteuerermäßigungsverfahren für einen Zeitraum von längstens 2 Jahren stellen. Diese Regelung tritt erstmals für Antäge ab 01.01.2016 in Kraft.

Die Antragstellung erfolgt beim zuständigen Finanzamt unter Verwendung der amtlichen Vordrucke.http://amt24.sachsen.de/ZFinder/verfahren.do?action=showdetail&modul=VB&id=34576!0

Der Arbeitnehmer kann innerhalb des 2 jährigen Gültigkeitszeitraumes eine Änderung beantragen, wenn sich seine Verhältnisse zu seinen Gunsten verändern. Er ist verpflichtet, eine Änderung zu seinen Ungunsten umgehend dem Wohnsitzfinanzamt anzuzeigen.


Bildung einer Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen(3)

Für die zu erwartenden Aufwendungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen ist eine Rückstellung zu bilden. Beispiel.

Das Unternehmen bewahrt seine Geschäftsunterlagen in einem Archivraum (10 qm)innerhalb seines Firmensitzes auf. Die anteilige Abschreibung für das Archiv beträgt jährlich 500 €.

 

anteilige Afa Archivraum 500 €

Afa Aktenregale 50 €

anteilige Nebenkosten 200 €

Kosten für Hard- und Software

zur Lesbarmachung der Daten 100 €

 

= rückstellungsfähige Kosten / Jahr 850 €

x 5,5 = 4.675 €

Kosten für Datensicherung (einmalig) 25 €

Rückstellungsbetrag 4.700 €

Bildung einer Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen(2)

Für die zu erwartenden Aufwendungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen ist eine Rückstellung zu bilden. Die Rückstellung kann nach 2 Methoden erfolgen.

1. Möglichkeit

Für die Unterlagen eines jeden aufzubewahrenden Jahres werden die jährlichen Kosten ermittelt und dann jeweils mit der Anzahl der Jahre bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist multibliziert.

 

2. Möglichkeit - in der Praxis häufig angewandt

Die jährlichen Kosten (Ermittlung lt. Teil 1) werden mit einem Faktor von 5,5 (als Mittelwert der Aufbewahrung von 1 bis 10 Jahre) multipliziert.

 

Eine Abzinsung der Rückstellung nach Par. 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EstG ist nicht erforderlich.

 

Bildung einer Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen(1)

Für die zu erwartenden Aufwendungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen ist eine Rückstellung zu bilden. Bei der Bildung dieser Rückstellung ist zu berücksichtigen, welche Unterlagen tatsächlich aufbewahrungspflichtig sind und wie lange diese Unterlagen aufzubewahren sind.

Bei der Berechnung der Rückstellung sind folgende Kosten einzubeziehen:

  • Einmaliger Aufwand für Einscannen, Einlagern, CD/DVD Brennen, Datensicherung

  • Raumkosten wie Miete, Gebäudeabschreibung, Gebäudeversicherung, Instandhaltung, Heizung und Strom für Räumlichkeiten, die der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen dienen.

  • Einrichtungsgegenstände wie Abschreibung für Regale u.ä.

  • Anteilige Finanzierungskosten für Server, PC oder Archivräume

  • Zinsanteil von Leasingraten für Server, PC u.ä.

Nicht berücksichtigungsfähig sind:

  • Kosten für zukünftige Anschaffung von zusätzl. Regalen ...

  • Kosten für die Entsorgung der Unterlagen nach Ende der Aufbewahrungsfrist

  • Kosten für die Einlagerung künftiger Unterlagen

 


Neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab 01.01.2016

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (Krankenscheine) werden ab 01.01.2016 auch verwenden und ausgestellt, wenn die Erkrankung länger als 6 Wochen beträgt. Die bisher verwendeten Auszahlscheine entfallen. Für Arbeitgeber bedeutet das, dass sein Arbeitnehmer ab 01.01.2016 auch bei länger andauernder Erkrankung ( also über 6 Wochen) einen Krankenschein erhält und diesen entsprechend vorlegen muss.

Unverändert bestehen bleibt die Regelung, dass der Arbeitgebr bis einschließlich 6. Krankheitswoche Lohnfortzahlung leisten muss. Anschließend zahlt die Krankenkasse direkt an den Arbeitnehmer Krankengeld weiter.


Betriebsveranstaltungen sind seit 2015 neu geregelt

Was sind Betriebsveranstaltungen?

  • Betriebsausflüge, Weihnachtsfeiern, Jubiläumsfeiern

Wer kann teilnehmen?

  • aktive und ehemalige Mitarbeiter, Leiharbeitnehmer, Praktikanten, Referandare und ähnliche Personen.
  • Die Betriebsveranstaltung muss allen Betriebsangehörigen offen stehen. Es ist aber möglich, für unterschiedliche Organisationseinheiten separate Veranstalungen durchzuführen. Z.B. für alle Ruheständler oder für alle Mitarbeiter mit 10-jährigem Dienstjubiläum
  • Begleitpersonen der Mitarbeiter

Wie hoch ist der Freibetrag?

  • Der Freitrag beträgt 110 € je Feier und je Teilnehmer.
  • Er gilt jeweils für max. 2 Betriebsveranstaltungen im Jahr.
  • Betragen die tatsächlichen Kosten z.B. 150 €, so sind 40 € wie steuerpflichtiger Arbeitslohn zu behandeln. Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, den übersteigenden Betrag mit 25 % pauschaler Lohnsteuer zu versteuern.
  • Ein nicht ausgeschöpfter Freibetrag kann nicht auf eine andere Betriebsveranstaltung oder einen anderen Arbeitnehmer übertragen werden.

Welche Zuwendungen können abgerechnet werden?

  • Speisen, Getränke, Tabakwaren, Süßigkeiten
  • Übernachtungs- und Fahrtkosten, wenn die Betriebsveranstaltung außerhalb der ersten Tätigkeitsstätte liegt
  • Musik, künstlerische Darbietungen, Eintrittskarten
  • Sachgeschenke anlässlich der Betriebsveranstaltung von beliebigem Wert
  • Zuwendungen an Begleitpersonen des Mitarbeiter, wobei der Kostenanteil der Begleitperson dem Kostenanteil des jeweiligen Arbeitnehmers zugerechnet wird und dann insgesamt 110 € nicht übersteigen darf
  • Aufwendungen für den äußeren Rahmen z.B. Trinkgelder, Stornokosten, Beleuchtung, Eventmanager, Raummieten

 

Mehr dazu unter:

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Anwendungserlass/2015-10-14-lohn-und-umsatzsteuerliche-behandlung-von-betriebsveranstaltungen.pdf?__blob=publicationFile&v=2


                                                 Kindergeld 2016

Ab 2016 benötigen die Kindergeldkassen die Steueridentifikationsnummern (ID) der bezugsberechtigten Eltern und die der Kinder.

Das Bundeszentralamt für Steuern stellt in einer Pressemitteilung klar, dass das Kindergeld auch weiter ausgezahlt wird, auch wenn noch keine Steuer-ID hinterlegt wurde.

Mehr dazu unter http://www.familienkasse-info.de/


Gesetz zur Anhebung des Grundfeibetrages rückwirkend ab 01.01.2015 eingeführt

Die rückwirkende Anhebung des Grundfeibetrages ab 01.01.2015 für Ledige  auf 8.472 € und für Verheiratete auf 16.944 € führt zu einer steuerlichen Entlastung.

Der Gesetzgeber hat beschlossen, diese Entlastung für das gesamte Jahr 2015 mit der  Lohn- und Gehaltsabrechnung für den Monat Dezember 2015  umzusetzen.

 

Ab 01.01.2016 findet eine weitere Erhöhung des Grundfreibetrages für Ledige auf 8.652 € und für Verheiratete auf 17.304 € statt. Diese wird  bereits mit den aktuellen Programmabläufen ab Januar 2016 laufend umgesetzt.

 


Änderungen bei den Mindestlohn - Dokumentationspflichten ab 01.08.2015

Ab 01.08.2015 sind Änderungen bei der Mindestlohndokumentationspflichten-Verordnung eingetreten.

Das bedeutet, dass die Melde- und Aufzeichnungspflichten ab 01.08.2015 nicht für Arbeitnehmer gelten,

  • deren regelmäßiges Brutto-Monatsgehalt 2.958 € überschreitet. Bei der Ermittlung sind sämtliche Monatsentgelte zu berücksichtigen, ungeachtet der Anrechenbarkeit auf den gesetzl. Mindestlohnanspruch
  • deren regelmäßiges Brutto-Monatsentgelt 2.000 € überschreitet, vorausgesetzt, dass der Arbeitgeber dieses Monatsentgelt für die letzten vollen 12 Monate nachweislich gezahlt hat.
  • Bei der Berechnung des 12 Monatszeitraumes bleiben Zeiten ohneAanspruch auf Arbeitsentgled unberücksichtigt.

 

Die Melde- und Aufzeichnungspflichten werden darüber hinaus dahingehend eingeschränkt, dass sie nicht gelten für

  1. im Unternehmen arbeitende Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder und Eltern des Arbeitgebers oder
  2. das Organmitglied einer juristischen Person oder eines vertretungsberechtigten Gesellschafters einer rechtsfähigen Personengesellschaft

Die Kasseführung - ein Schwerpunkt für Unternehmer mit überwiegend Barumsätzen  

Um die Grundsätze einer ordnungsgemäßen Buchführung zu gewährleisten, sind folgende 4 Punkte zur Kasseführung zu beachten:

  • Tägliche Kasseführung

        Alle Einnahmen und Ausgaben sind täglich aufzuscheiben

  • Kassensturz

        Die Kassenaufzeichnungen sind so zu führen, dass jederzeit der Bestand im Kassejournal

        mit dem tatsächlichen Bargeldbestand verglichen werden kann

  • Keine Buchung ohne Beleg

       Für alle Tageseinnahmen und Tagesausgaben müssen Belege vorliegen, hierzu zählen

       Tageskassenbons, Quittungen über Ausgaben, Rechnungen die Bar bezahlt wurden

  • Nachvollziehbarkeit

       Fehlerhafte Eintragungen im Kassejournal sind so zu korrigieren, dass die ursprüngliche

       Erfassung lesbar und nachvollziehbar bleibt

 

Die Übergangsfrist zur Umstellung der Kassensysteme endet am 31.12.2016 !

Die genauen Anforderungen an die Kassensysteme sind im BMF Schreiben vom 26.11.2010 dargestellt. http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Weitere_Steuerthemen/Betriebspruefung/008_a.pdf?__blob=publicationFile&v=3

 


 

Seit 2014 gilt ein neues Reisekostenrecht

Erste Tätigkeitsstätte, Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwand, Übernachtungskosten, doppelter Haushalt, arbeitgeberseitig gestellte Mahlzeiten und weitere Sachverhalte werfen vielfältige Fragen auf.

Mit BMF Schreiben vom 20.10.2014 hat das Bundesministerium für Finanzen ausführlich Stellung bezogen und an praktischen Beispielen Sachverhalte erläutert.

Folgen Sie diesem Link.

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Lohnsteuer/2014-10-24-ergaenztes-bmf-schreiben-reform-steuerliches-reisekostenrecht.pdf?__blob=publicationFile&v=3